TAGEBLATT-Artikel von Björn Vasel: Fußballer feiern ihren Kunstrasenplatz
resized__200x149_Kunstrasenplatz_4_1  Am Tag der Deutschen Einheit durfte Bürgermeister Jürgen Badur den zweiten Kunstrasenplatz – nach dem Jahnstadion – in der Stadt Buxtehude einweihen. Rund 500.000 Euro hat der TSV Eintracht Immenbeck in die Zukunft des Fußballs investiert. Rund 150.000 Euro steuerte die Stadt bei, 100.000 Euro der Kreissportbund. Den Rest finanzierte der Verein mit Hilfe zahlreicher Sponsoren.

Es ist der sechste Kunstrasenplatz im Landkreis Stade. Bei der Feierstunde am Montag ging der Erste Vorsitzende des TSV Eintracht Immenbeck, Bernd Hamann, auf die Vorgeschichte ein ("2010 war für uns ein dramatisches Jahr") und lobte den von einem "Vereinsvirus" befallenen Michael Rump, Projektverantwortlicher der Fußballabteilung für den neuen Kunstrasenplatz. "Wir haben eine Punktlandung hingelegt, nur in diesem Jahr war eine Realisierung möglich", betonte Bernd Hamann mit Blick auf die Mittel des Kreissportbundes. Nur in diesem Jahr standen die 100.000 Euro zur Verfügung.

Der TSV-Chef dankte der Ratspolitik, vor allem den Ratsmitgliedern, die vor der Verabschiedung des Haushaltes im Dezember 2010 im allerletzten Moment durchgesetzt hatten, dass der TSV doch noch bedacht wird. Lediglich die FDP-Fraktion hatte sich einstimmig für den Verein ausgesprochen, Horst Subei (SPD) und Ortsvorsteherin Sylvia Köhnken (CDU) sorgten für die Mehrheit in ihren Fraktionen. Der TSV hatte seinen Antrag bei der Stadt nicht fristgerecht eingereicht, die Verwaltung wollte den Zuschuss erst 2012 geben. Positive Steuereinnahmen beschleunigten den Bewusstseinswandel.

Vier Monate dauerte der Bau. Der 6100 Quadratmeter große Platz lasse keine Wünsche offen, so Hamann, der sich als Vorsitzender eines "Sport- und Bauvereins" sieht. Der Stadtwerkeplatz Brune Naht kann in zwei kleine Felder geteilt oder auf ein Neuner-Feld ("von Strafraum zu Strafraum") reduziert werden.

"Das Geld ist gut angelegt", sagte Paul-Reinhard Schmidt vom Kreissportbund und verwies auf die 25 Jugendmannschaften des Sportvereins. Der TSV hat mit 35 mehr Mannschaften als die Buxtehuder Stadtvereine zusammen und stellt die größte Fußballabteilung im Südkreis. Michael Rump, Projektverantwortlicher, betonte, dass "Breiten- und Leistungssport gleichermaßen vom neuen Kunstrasenplatz" profitierten. Rund 620 Kicker spielen in Immenbeck, der Verein wächst.

Michael Koch vom Spielausschuss betonte die Vorteile: Rund 330 Tage Spiel- und Trainigsbetrieb, geringere Verletzungsgefahr und technisch besserer Fußball. Denn auf dem Acker, dem alten Berg-und-Tal-Rasenplatz, sprang der Ball, wie er wollte. Bürgermeister Badur lobte bei der Einweihung das vorbildliche Engagement der Ehrenamtlichen und der Sponsoren und brachte es auf den Punkt: "TSV, das steht für tut sehr viel."

Buxtehudes Sport- und Schulamtsleiter Jürgen Grimm rechnet damit, dass die VSV Hedendorf-Neukloster in zwei bis drei Jahren ebenfalls einen Kunstrasenplatz bekommt: "Wir erwarten den Antrag." Dann kommt der Zuschuss in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt Buxtehude.

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